Frauen

Genitalherpes ist wohl eine der am häufigsten vorkommenden sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten (STI). Geschätzt wird, dass ungefähr 10 bis 15 Millionen Frauen Genitalherpes oder Antikörper gegen dieses Virus haben. Bei ungefähr 25 % der infizierten Frauen verursacht Genitalherpes Symptome, was bedeutet, dass in Deutschland ungefähr 2,5 bis 3,75 Millionen Frauen, die einen Ausbruch von Genitalherpes erleben, unter Symptomen wie offenen Wunden im Intimbereich leiden. Die Infektion wird fast ausschließlich durch Geschlechtsverkehr und das Virus durch Hautkontakt übertragen. Das Risiko andere anzustecken ist besonders hoch, wenn sichtbare offene Stellen im Genitalbereich auftreten. Es ist aber auch möglich von einer Person infiziert zu werden, die keine solchen sichtbaren Symptome hat.

Das Immunsystem bestimmt die Herpes-Symptome
Das Herpesvirus infiziert Männer und Frauen und tritt bei beiden Geschlechtern gleichermaßen auf. Jeder kann das Virus in sich tragen und nicht alle infizierten Personen zeigen die gleichen Symptome, wie zum Beispiel offenen Stellen und Herpes-Bläschen im Intimbereich. Die Abwesenheit von sichtbaren oder erkennbaren Symptomen steht mit dem Immunsystem in Zusammenhang. Manche Menschen verfügen über ein Immunsystem, welches in der Lage ist mit Viruserkrankungen umzugehen oder stark genug, die Symptome zu unterdrücken.

Herpes Ausbrüche kommen regelmäßig wieder
In den ersten fünf Jahren nach der Infektion kommt es häufiger zu Ausbrüchen des Genitalherpes. Gängig sind 3 bis 4 solcher Ausbrüche, jährlich innerhalb der ersten 5 Jahre. Personen, die das Virus eine lange Zeit, manchmal Jahrzehnte in sich tragen, erleben solche Ausbrüche üblicherweise nur noch, wenn sie starkem Sonnenlicht ausgesetzt sind oder ihr Allgemeinzustand schwach ist. Es ist nicht möglich Genitalherpes zu kurieren, Medikamente aber verschaffen schnelle Linderung und verhindern weitere Ausbrüche der Krankheit.