Übertragung

Die meisten Menschen, die mit Genitalherpes infiziert werden, wissen es nicht einmal. Eine überwiegende Mehrheit entwickelt keinerlei Symptome oder andere Anzeichen einer Infektion. Die Personen, die Symptome entwickeln, leiden dann, einige Zeit nachdem sie sich infiziert haben, unter schmerzhaften Bläschen und wunden Hautreizungen. Genitalherpes ist eine Virusinfektion, die durch das Virus mit dem Namen Herpes-Simplex Typ 2 verursacht wird. Dieses Virus ist auf die Infektion des Intimbereichs angelegt und infiziert nahezu ausschließlich diesen Bereich des Körpers. Es wird geschätzt, dass ungefähr 20 bis 25 % der deutschen Bevölkerung dieses Virus in sich tragen und ungefähr 25 % der Virusträger wahrnehmbare Symptome wie Wundstellen und Bläschen entwickeln.

Infektion?
Genitalherpes wird normalerweise durch Geschlechtsverkehr übertragen. Das Virus überträgt sich durch einfachen Hautkontakt, weshalb eine Infektion während des Geschlechtsverkehrs sehr wahrscheinlich ist. Es gibt jedoch auch ein theoretisches Risiko, sich mit dem Herpes Typ 2 Virus durch Kontakt mit Handtüchern oder Unterwäsche, die von einer infizierten Person benutzt wurden, anzustecken. Das tatsächliche Risiko, sich auf diesem Weg mit dem Virus zu infizieren, ist jedoch sehr gering, da das Virus außerhalb des menschlichen Körpers schnell stirbt.

Ein Kondom bietet nur wenig Schutz vor Genitalherpes
Die einzige Möglichkeit sich vor einer Infektion zu schützen ist den direkten Hautkontakt mit einer infizierten Person zu vermeiden. Ein Kondom deckt nur einen Teil des Penis ab und daher kann die Krankheit auch übertragen werden, wenn offene Wundstellen durch ein Kondom abgedeckt sind. Nichtsdestotrotz bietet ein Kondom zumindest einen geringen Schutz und ist dem Geschlechtsverkehr ohne jeglichen Schutz vorzuziehen.

Wunde Stellen und Bläschen haben ein erhöhtes Infektionsrisiko
Es gibt ein signifikant höheres Risiko andere anzustecken, wenn die Herpes-Wundstellen Flüssigkeit und Eiter abgeben. Das Virus wird übertragen, wenn Eiter von den Wundstellen in direkten Kontakt mit ungeschützter Haut kommt. Es ist daher sehr wichtig eine Weitergabe des Eiters zu verhindern und auf seine persönliche Hygiene zu achten. Wenn man dies nicht beachtet, können die Wundstellen Sekret auf andere Hautflächen um die Genitalien verteilen. Dann breitet sich die Infektion aus und die kleinen Wunden heilen nur sehr langsam.

Die ersten Stadien einer Infektion mit Genitalherpes
Ungefähr 25 % der infizierten Personen entwickeln Symptome. Dies geschieht normalerweise zirka zwei Wochen, nachdem Aussetzung mit dem Virus. Die ersten Symptome sind Schmerzen in den Lymphdrüsen und in der Leistengegend, die von Fieber und einem generell schlechteren Gesundheitszustand begleitet werden. Nach ein paar Tagen spürt man dann ein Brennen und Jucken in der Gegend, in der sich die Bläschen und Wundstellen entwickeln. Herpes-Bläschen tauchen auf und sind oft mit Flüssigkeit gefüllt. Diese Bläschen platzen normalerweise nach 1 bis 3 Tagen auf und hinterlassen eine schmerzhafte Wundstelle mit zirka einem Zentimeter Durchmesser. Die Wundstelle wird dann einige Tage Flüssigkeit und Eiter abgeben und innerhalb von 1 bis 2 Wochen abheilen.

Die Mehrheit der infizierten Personen entwickelt keinerlei Symptome
Ein wichtiger Grund dafür, dass Genitalherpes so weitverbreitet ist, ist die Tatsache, dass nur 25 % aller Virusträger überhaupt Symptome zeigen. Ungeachtet dessen kann eine infizierte Person das Virus auch an andere Personen übertragen ohne zu wissen, dass sie überhaupt mit dem Herpes Virus infiziert ist und andere mit dem Virus infizieren kann.